Geschichte der "Kampfbahn Glückauf" 1973 - heute
4.2 Unter Denkmalschutz]

Die Glückaufkampfbahn war mittlerweile in die Jahre gekommen und zunehmend zeigten sich Schäden an den Gebäuden der Sportanlage, manche Installation war veraltet und abgenutzt. So wurden in den 1980er Jahren Sanierungsmaßnahmen notwendig. Um die "Kampfbahn Glückauf" in ihren Besonderheiten zu erhalten, wurde die Haupttribüne vom Landeskonservator am 7. Juli 1986 in die "Inventarliste des zu schützenden Kulturgutes der Stadt Gelsenkirchen" aufgenommen und vom Rat der Stadt Gelsenkirchen am 25. April 1986 in die Denkmalliste aufgenommen. Nachdem auch in der lokalen Presse mehrfach über den schlechten Zustand der Sportanlage berichtet worden war, setzte sich die Gelsenkirchener Stadtspitze vehement für eine finanzielle Förderung von Sanierungsmaßnahmen durch das Land Nordrhein-Westfalen ein, weil schon in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre die von Strukturwandel und Wirtschaftskrise gebeutelte Stadt Gelsenkirchen unter Finanznot litt und sie Sanierungsmaßnahmen in größerem Umfange nicht finanzieren konnte. Schließlich erhielt die Stadt Gelsenkirchen Landesmittel zur Stadterneuerung, die für die Sanierung der "Kampfbahn Glückauf" verwendet werden sollten. Insgesamt wurden die Sanierungsmaßnahmen zu 100 Prozent mit Landesmitteln in Höhe von insgesamt 1,362 Mio. DM unterstützt.

So wurden 1987 südlich vom Haupttor (in Richtung auf die Gaststätte Bosch) sechs Kassenhäuschen abgerissen und der Rest der Eingangsanlage erhalten. Seit 1994 heißt der kleine Platz vor der alten Kassenanlage des früheren Haupteingangs der "Kampfbahn Glückauf" "Ernst Kuzorra-Platz". Ernst-Kuzorra-Platz. Foto: Michel Moos.

Da die Stehstufen auf der Gegengeraden und in den Kurven durch Witterung und Bergschäden im Laufe der Jahre immer weiter verfallen waren, wurden in der Nord- und Südkurve die Stufen beseitigt bzw. mit Erdmassen angeschüttet und begrünt, ebenso der überwiegende Teil der Gegengeraden. Damit war wieder ein Zustand erreicht wie in den ersten Jahren der Glückaufkampfbahn, als die Zuschauer auch noch auf den Erdwällen gestanden hatten und eine Stehstufenanlage noch nicht gebaut war. Die Haupttribüne konnte ab 1988 mit den Landesmitteln zur Stadterneuerung saniert werden. Später kam auch noch die Stahlrohrkonstruktion am hinteren Tribünenaufgang hinzu. Die sanierte Sportanlage wurde am 2. September 1989 vom nordrhein-westfälischen Städtebauminister Dr. Christoph Zöpel der Öffentlichkeit übergeben.

In der Gegenwart wird die Sportanlage vom Nachwuchs des FC Gelsenkirchen-Schalke 04, DJK Teutonia Schalke-Nord und zwischenzeitlich von dem Football-Team Rhein Fire genutzt und ist für 5.000 Zuschauer zugelassen. Während der FIFA WM 2006™ wird die "Kampfbahn Glückauf" der Schauplatz des FAN FEST sein.

 

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© Dr. Stefan Goch / Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (2003)

 

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