Geschichte der "Kampfbahn Glückauf" 1946 - 1973
3.1 Wiederaufbau

Der Zweite Weltkrieg traf die "Kampfbahn Glückauf" wie auch die Gelsenkirchener Industrie und die Wohnbebauung, offensichtlich wurde beispielsweise der Haupteingang zerstört. Der Verein baute nach der Befreiung vom Nationalsozialismus seinen Spielplatz wieder auf.

Am 7. Juli 1946 wurde die wiederhergestellte "Kampfbahn Glückauf" für den Spielbetrieb wieder freigegeben. Für die zerstörte alte Eingangsanlage errichtete der FC Gelsenkirchen-Schalke 04 1948 Kassenräume und einen recht einfachen neuen Eingangsbereich, für den im Durcheinander der frühen Nachkriegszeit erst nachträglich eine Baugenehmigung erteilt werden musste. Zur Baubeschreibung hieß es u.a.:

 "Die Einfriedung besteht aus Rohrpfosten mit Winkeleisenrahmen, in denen ehemalige U-Boot-Fangnetze befestigt sind. Die 6 Eingangstore zur Kampfbahn sind ebenfalls aus Winkeleisen mit gespannten Fangnetzen und sind ebenfalls an runde [!] Eisenbetonpfosten befestigt." Der Eingangsbereich 1955. Quelle: Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen.

Der Eingangsbereich 1955

Zu Beginn der 1950er Jahre wurden dann die nur notdürftig geflickten Umfassungsmauern ergänzt und wiederaufgebaut. 1952 wurde ein Neubau des Eingangs Südkurve, schon behindertengerecht ("Eingang für Kriegsversehrte"), vorgenommen. Die Räume unter der Tribüne wurden schrittweise um- und neu gebaut: Massageräume, Sauna, Kühlbad, Ruheraum, Raum für Lichtbäder (Höhensonne, Infrarot), Arztraum bzw. Behandlungszimmer, Umkleiden, Duschen, Toiletten, Schiedsrichterraum.

1953 wurde der Tribünenbau erweitert: Der Ursprungsbau mit den neun Achsen und dem Treppenaufgang wurde an jeder Seite um 6 Achsen (32 m) vergrößert. Die rückwärtige Fassade wurde zweigeschossig mit Attikageschoß ausgebildet. 1956 wurde die "Kampfbahn Glückauf" mit Flutlicht ausgestattet. Neue Kassenhäuschen zur Kurt Schumacher-Straße wurden an Stelle des einfachen Einganges 1957 errichtet und erhielten äußerlich das in diesen Jahren typische Kleinmosaik, hier natürlich in blau und weiß. Die Mosaik-Steinchen aus Glas hatte die Schalker Glas- und Spiegelmanufaktur geliefert. Um Sicherheitsbestimmungen zu entsprechen, erfolgten weitere Umbauten wie die an den Treppen der Haupttribüne 1961.

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© Dr. Stefan Goch / Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (2003)

 

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