Geschichte der "Kampfbahn Glückauf" 1904 - 1927
1.2 Erste sportliche Erfolge

Da sich 1923/24 nicht nur in Schalke Turner und Fußballer organisatorisch voneinander trennten und gleichzeitig politische und politisch-kulturelle Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Richtungen der politisch und sozial gespaltenen Sportbewegung ausgetragen wurden, wurde 1923 im WSV für zwei Jahre eine Aufstiegssperre verhängt. In Schalke vermutete man wohl nicht ganz zu Unrecht, dass diese sich auch gegen aufstrebende Arbeitervereine wie den FC Schalke 04 richtete. Jedenfalls konnten die Schalker, nachdem sie in der Saison 1923/24 das Endspiel um die Kreismeisterschaft noch verloren hatten, in der Saison 1924/25 nach dem nun geglückten Gewinn der Emscher-Kreisliga nicht um den Aufstieg in die Ruhrgau-Liga spielen.

Stattdessen wurde eine Meisterschaft der Kreismeister durchgeführt, und der FC Schalke 04 wurde Ruhrgau-Meister der Kreisligen und Westdeutscher Meister der Kreisligen. Der Aufstieg in die Ruhrgau-Liga, und damit die höchste Liga der Region, gelang dann aber in der folgenden Saison 1925/26. Die Mannschaft 1924. Quelle: Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen.

Mannschaft und Vorstand, 1924

 In ihrer ersten Saison in der in zwei Gruppen unterteilten Ruhrgau-Liga 1926/27 wurde der FC Schalke 04 dann sofort Gruppen-Erster und traf im Endspiel um die Ruhrgau-Meisterschaft auf den anderen Gruppen-Ersten, den BV Altenessen. Mit einem Auswärtssieg und einem Unentschieden zu Hause gewannen die Schalker ihre erste Ruhrgau-Meisterschaft. Die Gau-Meisterschaft berechtigte zur Teilnahme an der Westdeutschen Meisterschaft, wo der Schalker Verein Vizemeister wurde und nun sogar um die Deutsche Meisterschaft spielen konnte. Dort schieden die Schalker dann aber in der Vorrunde aus. In der Saison 1927/28 sah es ähnlich aus: Wieder gewann der FC Schalke 04 in der Ruhrgau-Liga und gewann dann die Ruhrgau-Meisterschaft gegen ETB Schwarz-Weiß Essen, bei der Westdeutschen Meisterschaft wurde man Dritter und in der nationalen Meisterschaft schieden die Schalker wieder in der Vorrunde aus.

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© Dr. Stefan Goch / Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (2003)

 

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